In der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH (HWK) in Karlsruhe sind rund 1.300 Menschen an sechs Standorten beschäftigt, davon 350 Mitarbeiter in der Verwaltung und 950 Behinderte in den Bereichen Fertigung und Dienstleistung. Auf dem Gebiet Enterprise Resource Planning (ERP) setzt HWK auf Software und Dienstleistungen der Abas Software AG.
„Arbeitsplatz und Lebensraum“ – diese Maxime drückt das zentrale Anliegen der Unternehmensgründung der Hagsfelder Werkstätten aus. Für Menschen mit Behinderung soll die aktive Teilhabe an unserer gesellschaftlichen Arbeitswelt gesichert und zugleich ein bedürfnisgerechter Lebensraum geschaffen werden. „Diese notwendige Vielfalt, die eine Konzentration des Unternehmens auf nur einen oder zwei Fertigungsschwerpunkte nicht erlaubt und zugleich eine ständige Weiterentwicklung unserer Leistungsmöglichkeiten verlangt, ist die größte unternehmerische Herausforderung an die HWK“, betont Geschäftsführer Norbert van Eickels.
Für einen ERP-Hersteller ist ein Unternehmen wie die HWK eine Herausforderung: Neben dem Vorhandensein von zahlreichen Standorten gilt es darüber hinaus eine Fülle von Unternehmensbereichen abzudecken. Hinter den Bereichsbezeichnungen Fertigung und Dienstleistungen verbergen sich bei HWK ganz unterschiedliche Unternehmensteile wie Montage und Verpackung, Möbel- und Objektbau beziehungsweise Holzbearbeitung, industrielle Metallbearbeitung, Kunststoffspritzerei, Medizintechnik, Textilverarbeitung, Gärtnerei und Landschaftspflege sowie ein Geschirrservice.
Fünf der sechs HWK-Standorte arbeiten auf einem abas-Mandanten und auch die Zentrale hat ihren eigenen Mandanten. Die Arbeit und dadurch auch das, was für den Standort in abas-ERP abgebildet wird, richtet sich nach der Art der Behinderung der Menschen, die an dem jeweiligen Standort arbeiten. Alle Daten der einzelnen Standorte werden dann nach bestimmten Parametern aufbereitet und im Hauptmandanten in der Firmenzentrale in Hagsfeld verdichtet. HWK nutzt das in der Software integrierte Controlling-System. Anhand von Planzahlen, die aus Vergangenheitswerten generiert werden erstellt abas-ERP den Best-, Possible-, Break Even und Worst-Case. Die Ist-Zahlen bewegen sich zwischen den definierten Verläufen. Eine weitere Herausforderung für die Unternehmens-IT sind die bei HWK häufig wechselnden Produkte.
Ganz wichtig war für HWK auch die Integration von MICOS, einem speziell für Werkstätten für behinderte Menschen entwickelten Programm, in dem beispielsweise die Abrechnung mit den Kostenträgern, die von den Leistungsträgern geforderte Anwesenheitserfassung und Fortschrittsberichte erfasst werden. Die Abrechnungen mit den Leistungsträgern und die Lohndaten werden aus MICOS an abas-ERP übergeben.
Quelle: Abas Software AG