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ebigo-Abendevent mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister

Technologische Anforderungen an baden-württembergische KMUs im Zeitalter des internationalen Wettbewerbs


Am 10. Mai 2005 lud ebigo gemeinsam mit der IHK Ulm zur Diskussion: Die elementaren technologischen Voraussetzungen für den Erfolg kleiner und mittelständischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb standen im Mittelpunkt der Eröffnungsrede des Ministers wie auch der anschließenden Diskussionsrunde von Unternehmern, IT-Verantwortlichen und Wirtschaftsexperten.


Begrüßt wurden die rund 100 Besucher von Dr. Peter Kulitz, dem Präsidenten der IHK Ulm. In der anschließenden Eröffnungsrede unterstrich der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Ernst Pfister die Vorreiterrolle Baden-Württembergs beim Einsatz von IT und E-Business und betonte gleichzeitig die Bedeutung der Informationstechnologie in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Mit über 300.000 Beschäftigten in ca. 22.000 IT- und Medienunternehmen gehöre Baden-Württemberg zu den führenden Informations- und Medienstandorten weltweit und sei für die künftigen Herausforderungen bestens positioniert. Die Informationstechnologie sei ein entscheidender Innovationsmotor für die Wirtschaft. Es gelte, sich gegenüber der Konkurrenz Marktvorteile zu erschließen. Informations- und Kommunikationstechnologie seien deshalb weiter auf dem Vormarsch. E-Business und IT automatisierten, beschleunigten und integrierten Unternehmensprozesse. Auch kleine und mittelständische Unternehmen profitierten vom elektronischen Geschäftsverkehr. Gerade diese kleinen und mittelständischen Unternehmen seien, so Pfister, das wirtschaftliche Rückrat des Landes Baden-Württemberg. Sie stellten weit über 90 Prozent aller Unternehmen, böten zwei Drittel aller Arbeitsplätze an, bildeten vier von fünf Lehrlingen aus und erwirtschafteten mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts. Umso wichtiger sei es, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chancen ausschöpften, die Informationstechnologie und E-Business ihnen im Wettbewerb bieten. In diesem Zusammenhang betonte Pfister auch die wachsende Bedeutung von Netzwerken in der Wirtschaft.

Die anschließende Diskussionsrunde wurde von Jens Krause, dem Projektleiter ebigo.de moderiert und beschäftigte sich mit den technologischen Anforderungen im Bereich Informationstechnologie und E-Business an kleine und mittelständische Unternehmen im Zeitalter des internationalen Wettbewerbs. Teilnehmer auf dem Podium waren (linke Abb. von links) Dr. Andreas Lied, Geschäftsführer der Wilken GmbH, Dr. Josephine Hoffmann, Leiterin des Competence Center Business Performance Management am Fraunhofer IAO, Eberhard Macziol, Geschäftsführer der Fritz & Macziol GmbH sowie (Abb. unten, von links) Wolfgang Tischer, Leiter Internet/IT-Services bei der MFG Baden-Württemberg und Thomas-Alexander Weber, Geschäftsführer der Hetzinger Maschinen GmbH.

Weber berichtete, wie sich sein Unternehmen mit 16 Mitarbeitern in der heutigen Zeit organisiert, neue Kunden gewinnt, Kundenbeziehungen pflegt und neue Aufträge abwickelt. Macziol ging in diesem Zusammenhang auf Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ein, dem insbesondere im Mittelstand eine immer wichtigere Bedeutung zukomme. Als Anbieter einer CRM-Softwarelösung für den Mittelstand berichtete Macziol über die Akzeptanz seitens seiner Kunden. Dabei unterstrich er die Rolle von CRM-Systemen als wichtigen Bestandteil von verbesserten Unternehmensprozessen. Dr. Lied berichtete aus seinem Unternehmen, wie man auch im Einkauf Prozesse mit Hilfe von Software optimieren kann und ging aus der Sicht des praktizierenden Unternehmers auf die Frage ein, wie eine komplett gestützte Warenwirtschaft für den Mittelstand aussehen kann. An Dr. Hoffmann wurde die Frage gerichtet, welche Möglichkeiten bestehen, um Unternehmen mit Hilfe neuer Technologien besser für den Wettbewerb zu rüsten. Sie verwies auf die unverzichtbare Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Forschung und sprach zugleich die Notwendigkeit an, die von der Wissenschaft neu entwickelten Lösungen der Wirtschaft zugänglich zu machen. Tischer unterstrich die wichtige Rolle der praktischen Innovationskommunikation, um den möglichst schnellen Einsatz von Informationstechnologie in kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu gewährleisten.

Diskutiert wurde auch die Frage ,ob in Zeiten zunehmender Virenangriffe nicht auch die Gefahr einer unglücklichen Abhängigkeit von der IT bestehe. Krause zitierte Studien, die besagen, dass nur wenige Unternehmen über einen Notfallplan verfügten, sich aber die meisten sicher fühlten, weil sie verschiedene Sicherheitslösungen einsetzten. Besprochen wurde auch, ob Sicherheitsrisiken eine Hemmschwelle für die Investition in neue Technologien darstellen oder ob letztendlich die Vorteile der IT überwiegen. Auch wurde zwischen dem Einsatz von externen Dienstleistern und dem Aufbau notwendigen IT-Wissens im eigenen Unternehmen gewichtet. Als Anbieter eines Warenwirtschaftssystems als ASP-Modell (Server und Software sowie auch die Daten des Kunden verbleiben beim Dienstleister im Haus) berichtete Dr. Lied von der Einstellung seiner Kunden gegenüber der Tatsache, ihre Daten einem Zweiten zu überlassen und erwähnte die Sicherheitsvorteile, die sich aus der kürzlich erfolgten Kooperation seines Hauses mit dem Hersteller der AntiVir-Software ergeben hätten.



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