Über ebigo.de | Kontakt | Sitemap
ebigo.de aktiv Nachrichten / Veranstaltungen Anwendungen / Lösungen Best-Practice Service Dienstleister- Datenbank
Öffnet das Landesportal in einem neuem Fenster
  Startseite > Anwendungen / Lösungen > Warenwirtschaft/Logistik > Logistik
Suche:
 
Zur Dienstleistersuche
3664 von 7080 Lesern profitieren von diesem Fokusthema. Finden Sie dieses Fokusthema hilfreich? ja | nein
Logistik

Sparen bei der Beschaffung - Jeder Einkauf kostet 88 Euro


Distribution und Beschaffung sind zunehmend entscheidend für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg. Da die meisten Unternehmen bei der Herstellung von Produkten oder bei Dienstleistungen ihre betriebsinternen Einsparungspotenziale bereits bis zum Maximum ausgereizt haben, setzen immer mehr Unternehmer in diesem Bereich den Rotstift an.

Und das zu recht: Hier ist oft noch einiges zu holen. Zwar wird jedes kaufmännisch arbeitende Unternehmen auch jetzt schon darauf achten, notwendige Güter so günstig wie möglich einzukaufen. Die elektronische Beschaffung bietet aber zusätzliche Chancen für Einsparungen - via Internet lassen sich günstigere Angebote schnell und einfach finden. Dazu kommt eine effektivere Kommunikation sowohl im Unternehmen (per Intranet) als auch mit Lieferanten (per Extranet). Die angenehmen Folgen für das Unternehmen: Einerseits weniger Kosten beim Beschaffungsvorgang, anderseits günstigere Einkaufspreise durch die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte. Gleiches gilt natürlich auch für Anbieter: Durch elektronische Distribution sparen sie beim Verkauf und können bequem mehr Umsatz generieren.


Welche Güter müssen beschafft werden

Die Güter, die Betriebe einkaufen, werden je nach ihrer Wichtigkeit für die Leistung eines Unternehmens in drei Kategorien eingeteilt: Sogenannte A-Güter sind beispielsweise Rohstoffe oder Halbfertigerzeugnisse (z.B.: Stahl, Holz, Kunststoffteile), die direkt in den Produktionsprozess des Unternehmens einfließen und somit von zentraler Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Gegensatz dazu sind Büromaterialen, Werkzeuge oder auch Hygieneartikel für die Produktion von untergeordneter Bedeutung: Daher spricht man in diesem Fall von C-Gütern. B-Güter schließlich sind Produkte, die auf der Bedeutungsskala für das Unternehmen eine mittlere Position einnehmen, also zum Beispiel Standardbauteile wie zum Beispiel Elektromotoren, Leiterplatten oder Hardwareteile. Diese Einteilung unterscheidet sich natürlich von Unternehmen zu Unternehmen, beispielsweise wird bei einem Stahlwerk Kohle als A-Gut geführt, bei einem Zimmermann aber nur als C-Gut, wenn sie genutzt wird, um die Werkstatt zu heizen.

Für die elektronische Beschaffung sind die C-Güter am besten geeignet: Sie sind standardisiert (z.B. DIN-A4 für Papier), werden von vielen verschiedenen Anbietern geliefert, und es besteht kein Risiko für das Unternehmen, falls ein Anbieter dieser Materialien ausfällt.

Problem: Zu viele Einzelschritte bei der Beschaffung

Der Vorteil der elektronischen Beschaffung über das Internet liegt darin, dass die Verfahrensweisen gestrafft und so Kosten eingespart werden. Der übliche Beschaffungsprozess bei mittelständischen Unternehmen besteht aus einer Vielzahl von Einzelschritten und Abstimmungen, die alle Zeit und somit Geld kosten. Sobald ein Unternehmen dem schlanken Kleinbetrieb entwachsen ist, wo die Kommunikation noch per Zuruf klappte, leitet jeder Beschaffungsvorgang einen Prozess ein, der einiges an Aufwand fordert.

Im Klartext: Mitarbeiter müssen zunächst einmal den Bedarf definieren, dann verschiedene Angebote von Lieferanten einholen und schließlich die Bestellung von ihren Vorgesetzten freigeben lassen. Doch damit ist die Sache noch lange nicht erledigt. Je nach Unternehmensstruktur wird diese Bestellung dann noch in die Buchhaltung geschickt, die via Fax beim Lieferanten bestellt. Wenn die Ware schließlich eintrifft, muss ihr Zustand kontrolliert und der Buchhaltung Bescheid gegeben werden, dass der Rechnungsbetrag überwiesen werden kann. Die Ware muss zum entsprechenden Mitarbeiter gebracht werden und die Buchhaltung muss die Überweisung tätigen. Ein langer und fehleranfälliger Weg, vor allem, wenn die verschiedenen Abteilungen auch noch verschiedene Formulare verwenden, oder wenn zu allem Überfluss irgendwo in dieser Kette etwas schief geht.

Jeder Einkauf kostet durchschnittlich 88 Euro

Das Stuttgarter Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat bei einem deutschen Maschinenbau-Unternehmen einmal erforscht, wie lange so ein Beschaffungsprozess dauert und was er kostet. Das Ergebnis gibt zu denken: Durchschnittlich 88 Euro fallen für jeden Beschaffungsprozess an, und zwar unabhängig von der Unternehmensgröße und vom Beschaffungsvolumen. Durchschnittlich dauert ein solcher Beschaffungsvorgang für eine einzige Bestellung 162 Minuten und zieht sich über 16 Tage.
Doch damit nicht genug: Die Forscher zeigten außerdem, dass 80 Prozent des Zeitaufwandes in den Einkaufsabteilungen auf die Anschaffung von C-Gütern entfällt. Es wird also am meisten Zeit damit vertan, vergleichsweise unwichtige Güter wie Büromaterialien anzuschaffen, obwohl diese nur ein Fünftel des gesamten Beschaffungsvolumens ausmachen. Ein Grund für dieses Missverhältnis von Kosten und Nutzen ist, dass die Hälfte dieser Bestellungen Einzelbestellungen von Mitarbeitern sind. Hier liegt für viele Unternehmen – unabhängig von der Unternehmensgröße – ein wichtiges Einsparungspotenzial.

Die Lösung: Einkauf vom Arbeitsplatz aus

Doch wie schaut dann ein solche Einsparung aus? Wichtig ist eine Verringerung der verschiedenen Bestell-Schritte auf elektronischem Weg. Dies ist möglich, wenn alle Mitarbeiter durch ein Intranet miteinander verbunden sind und direkt von ihrem Arbeitsplatz aus Produkte oder Dienstleistungen aus einem oder mehreren elektronischen Katalogen aussuchen, vergleichen und bestellen können. So ein Modell heißt Desktop Purchasing System. Es sammelt die Einzelbestellungen der Mitarbeiter und leitet sie zentral an vertraglich angebundene Lieferanten weiter. Damit das Ganze funktioniert, müssen natürlich neben dem gesamten Bestellverfahren auch die notwendigen Genehmigungs- und Verwaltungsprozesse optimiert und in das System integriert werden.

Die Chance für den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen haben durch elektronische Beschaffung (E-Procurement) die Möglichkeit, Kosten einzusparen und so wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein kritisches Durchleuchten des Beschaffungsvorganges kann allein schon zu Einsparungen an Zeit und Geld führen. Werden dann auch noch die Potenziale von E-Procurement genutzt, kann es zu deutlich positiven Auswirkungen für das Unternehmen kommen. Anbieter von klassischen C-Gütern sollten die Chance von E-Procurement nutzen, um ihren Vertrieb teilweise zu automatisieren und so Einsparungen zu realisieren und eventuell auch noch zusätzliche Umsätze zu generieren.



Zurück Zum Seitenanfang Artikel drucken Artikel versenden


Impressum | Hinweise | Datenschutz © MFG Medienentwicklung Baden-Württemberg

Überblick
Sparen bei der Beschaffung
Hintergrund
Digitale Kataloge / Datentransport
Fallbeispiel
Concert - Supply Chain Allianz
Fallbeispiel
ebigo.de-Best Practice:
Leser senkt Versandkosten
Buchtipps
Weiterführende Literatur zum Thema
Untersuchung
Bei der Verwaltung sparen
Weblinks
Weiterführende Infos online
Checklisten
Lohnt sich elektr. Beschaffung?
ebigo.de-Best-Practice
Sie möchten über den Einsatz einer innovativen IT-Lösung berichten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
mehr
Platzhalter-Gif
Dienstleistersuche
Hier können Sie nach E-Business- und IT-Dienstleistern in Baden-Württemberg suchen.
mehr
Platzhalter-Gif
Newsletter
Wöchentlich per E-Mail: News und Termine, kostenlos und aktuell.
Abonnieren Sie den Newsletter für:
Mittelständler
IT-Dienstleister
Platzhalter-Gif