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Virtualisierung

Virtualisierung macht die IT schlank und flexibel und preisgünstiger


Um schlanke IT-Umgebungen zu realisieren, setzen auch kleine und mittelständische Unternehmen verstärkt auf Virtualisierung. ebigo.de zeigt, was in diesem Bereich alles möglich ist.


Server-Virtualisierung spart Strom

Zu den weit verbreiteten Modellen der IT-Virtualisierung zählt die Server-Virtualisierung: Ein typisches Rechenzentrum betreibt heute eine Vielzahl von Servern für diverse Anwendungen und Dienste. Weil IT-Verantwortliche ausreichend Stabilität garantieren müssen, lassen sie meist nur eine Anwendung oder einen Dienst auf einem Server laufen. Die Folge: Die meisten Server sind chronisch unausgelastet und weisen maximale Auslastungsquoten von weniger als 15 Prozent auf. Trotzdem brauchen sie Platz, fressen Strom, benötigen Betreuung und verursachen Lizenzkosten.

Die Lösung aus dem Dilemma: Server-Virtualisierung. Dabei werden die Services auf vielen Klein-Servern auf wenige leistungsstarke Enterprise-Systeme konsolidiert. Grundvoraussetzung für die Zusammenführung: Server-Hard- und Software müssen standardisiert werden. Danach werden mithilfe einer Virtualisierungssoftware auf einem realen, physischen Server mehrere virtuelle Server abgebildet. Die Folge: Die Auslastung der Server steigt, Energie- und Betreuungskosten sinken. Projektbeispiele zeigen, dass sich auf diese Weise in vielen Unternehmen zwischen 30 und 50 Prozent der Server einsparen lassen.

Speicher-Virtualisierung

Bei der Speicher-Virtualisierung wird dem Anwender Speicherplatz über verschiedene Software- und Hardware-Techniken in einer logischen Form verfügbar gemacht. Dabei fassen beispielsweise so genannte Storage Area Networks (SAN) verschiedene Speichersubsysteme zu einem einheitlichen Speicher zusammen, der wie ein großer Speicher benutzt werden kann. Anbieter versprechen IT-Verantwortlichen Vorteile wie erleichterte Wartung und vereinfachte Backups sowie eine vereinfachte Regelung von Zugriffsrechten. Darüber hinaus wird die Speicherkapazität nach Bedürfnissen verteilt und nicht mehr nach technischen Gegebenheiten.

Waren früher virtuelle Speicher meist nur für Großunternehmen erschwinglich, zielen aktuell immer mehr Anbieter auch auf kleine und mittelständische Unternehmen. Im November 2008 brachte beispielsweise IBM mit „SVC Entry Edition“ eine Virtualisierungslösung für den Mittelstand auf den Markt. Statt wie üblich nach Terabyte Datenvolumen abzurechnen, berücksichtigt IBM bei der Berechnung der Lizenzkosten die Zahl der virtualisierten Festplatten. Und ab einer Summe von 16.000 Euro ist von HP das Einstiegsmodelle „Storageworks 4400 Enterprise Virtual Array“ zu haben.

Neuer Trend: Desktop-Virtualisierung

In den Bereichen Server und Speicher hat die Virtualisierung das theoretische Stadium überschritten, in Rechenzentren rund um die Welt wird sie Realität. Indes ist das Thema Desktop-Virtualisierung noch eher Zukunftsmusik. Auf einem virtualisierten Desktop laufen Betriebssystem und lokal installierte Anwendungen des Computernutzers in einer virtuellen Maschine auf dem Server. Vor allem Unternehmen, die eine hohe Zahl an mobilen Mitarbeitern haben oder viele Mitarbeiter offshore beschäftigen, sollen von dieser Art von IT-Umgebung profitieren, da die einzelnen Computerarbeitsplätze kostengünstig und einfach zu implementieren sind. Das Marktforschungsinstitut IDC Europe geht davon aus, dass im Jahr 2009 viele Unternehmen erste Pilotprojekte im Bereich Desktop-Virtualisierung starten werden. 2010 soll die Technologie dann zum Mainstream werden.

Die besten Anbieter im Bereich Desktop-Virtualisierung sind laut IDC Ringcube, VMware und Mokafive. Die Lösung von Sentillion loben die Experten aufgrund ihres hohen Sicherheitsstandards.

Warnung vor dem Störfall

Egal für welche Art von Virtualisierungslösung sich ein Unternehmen entscheidet – eine ganz zentrale Frage ist der Sicherheitsaspekt. Denn Netzwerk- und Geräteausfälle in einer virtualisierten Umgebung können deutlich gravierendere Auswirkungen auf die Verfügbarkeit des Netzwerks und der Applikationen haben als bei traditionellen Netzwerkstrukturen. Ein konsequentes Monitoring der verfügbaren Server und Netzwerkumgebungen ermöglicht es IT-Verantwortlichen, im Fall der Fälle umgehend zu reagieren. Darüber hinaus sollten Unternehmen für solche Fälle auf eingeübte Entstörprozesse und erfahrene Betriebsspezialisten zurückgreifen können.

Auch befürchten Sicherheitsexperten, dass Hacker durch die Virtualisierung leichteres Spiel haben und raten daher dringend dazu, virtuelle IT-Umgebungen besser abzusichern als bisherige Betriebssysteme. Allerdings: Das Thema Sicherheit nehmen auch die Anbieter von Virtualisierungs-Software sehr ernst: Unternehmen wie XenSource, IBM oder VMWare basteln derzeit emsig an Lösungen, wie eventuell auftretende Sicherheitslücken optimal gestopft werden können.



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