Kein Wunder also, dass auch viele Unternehmen Standards für das E-Business als verwirrend und abschreckend zugleich empfinden. Verwirrend, weil alleine die Zahl und Vielfalt der zahlreichen Standards für unterschiedliche Aufgaben und Branchen überwältigend ist. Abschreckend, weil Standards - nicht ganz zu unrecht - als komplex und sehr technisch angesehen werden. Dabei sollten sich auch kleine und mittelständische Unternehmen mit diesem Thema näher beschäftigen, schließlich fungieren sie oft als Zulieferer oder Partner größerer Unternehmen, die die Standardfragen für sich bereits geklärt haben.
In Deutschland sind zusammen mit Verbänden in den vergangenen Jahren eine Reihe moderner Standards für verschiedene Aufgaben entwickelt worden, so beispielsweise BMEcat für den Austausch von Katalogdaten, eClass für die Klassifizierung von Produkten oder openTRANS für die Abwicklung von Geschäftstransaktionen, etwa den Austausch von elektronischen Bestellungen und Rechnungen.
Noch allerdings dominiert in vielen Unternehmen EDI als Standard für den elektronischen Datenaustausch – auch wenn Experten diesen als veraltet ansehen. Darüber hinaus nutzen gerade kleinere Unternehmen noch immer einfache Text- oder Tabellenformate für den Datenaustausch.