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Förderprogramme für KMU

O’zapft is


Egal, ob Unternehmen neue Maschinen anschaffen oder Kredite umschichten wollen – immer besteht die Möglichkeit, sich vom Staat unterstützen zu lassen. Doch die wenigsten zapfen diese Geldquellen an.


„Tut uns leid, Herr Müller, aber für Ihr Projekt können wir derzeit keinen Kredit bereitstellen.“ Wer als kleines und mittelständisches Unternehmen mit der Finanzierung eines Investitionsvorhabens oder einem Antrag auf Gründungsfinanzierung bei seinem lokalen Bankberater scheitert, sollte den Kopf dennoch nicht vorzeitig in den Sand stecken. Denn die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass Bund, Länder, die EU oder private Stiftungen mit öffentlichen Fördermitteln einspringen. Immerhin gelten gerade KMUs in Deutschland als größte Innovationstreiber – und schaffen mit ihren Ideen im Idealfall auch noch dringend benötigte Arbeitsplätze.

Veranstaltungs-Tipp
"Rechtliche Anforderungen und staatliche Fördermöglichkeiten im IT-Umfeld"
im Rahmen der
Vortragsreihe "Unternehmen im Gespräch der Teraport GmbH

Termine:
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Fast 90 Prozent aller Investitionen und Kosten in Unternehmen sind förderfähig“, schätzt Fördermittel-Berater Manfred Gronych. Insgesamt würden jährlich rund 145 Milliarden Euro Fördergelder an Unternehmen und Existenzgründer ausgeschüttet. Zwei Drittel davon müssen nie zurückgezahlt werden. Und: „Einmal Zuschuss, immer Zuschuss“, so Gronych. „Es gibt fast keine Förderung ohne Anschlussförderung.“

Doch viele Unternehmer schrecken schon allein bei dem Gedanken an den Aufwand, den es bedeutet, öffentliche Fördermittel zu beantragen, zurück. Laut einer Studie des Wirtschaftsmagazins Impulse und der Dresdner Bank beantragen im Laufe eines Jahres nur fünf Prozent der anspruchsberechtigten Unternehmen Fördermittel. Der Rest verschenkt bares Geld. Der Grund : Das Metier ist kompliziert. Unerfahrene Unternehmer brauchen Tage, um sich im Dschungel von über 1.000 verschiedenen Programmen überhaupt orientieren zu können. Und zur hohen Kunst wird, aus der Fülle der Angebote das für das eigene Finanzierungsvorhaben passende Programm zu finden.

Grundsätzlich gliedert sich die Unterstützung in vier Bereiche:

1. Gebietsförderung – für Investitionen in bestimmten Regionen
2. Mittelstandsförderung – für Betriebe, die Grenzwerte in Bilanz, Umsatz und Mitarbeiterzahl unterschreiten
3. Sachförderung – für spezielle Investitionen oder Ausgaben, wie zum Beispiel für Umwelt oder Forschung und Entwicklung
4. Personenförderung – für bestimmte Personenkreise, zum Beispiel Existenzgründer

Aktuelle Informationen über öffentliche Förderprogramme liefern Bundesanzeiger, Staatsanzeiger der Bundesländer, Amtsblätter und Ministerialblätter der einzelnen Regierungsorganisationen. Wer sich den Aufwand sparen möchte, kann auch online recherchieren. Die Website
Cordis.lu informiert über EU-weite Fördermittel. In Deutschland bietet die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit einen ersten Überblick. Dort lassen sich alle in Deutschland angebotenen öffentlichen Förderprogramme ausfindig machen. Zumindest theoretisch. „Die Suchmaske setzt bereits konkrete Vorstellungen voraus“, kritisiert Oliver Schonschek, IT-Berater für KMUs und freier Autor, auf „Mittelstandswiki.de“. „Ohne Vorwissen über die verschiedenen Arten, die unterschiedlichen Typen der Finanzierungshilfen und die Unterschiede bei den Förderorganisationen bleibt die Suche ein undurchsichtiges Unterfangen mit wenig Aussicht auf schnellen Erfolg.“

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