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Social Media im Unternehmen

Durchblick im Social-Media-Dschungel


Beinahe täglich berichtet die Presse inzwischen über Facebook & Co. Und stolpert man nicht über irgendeinen Medienbericht, fragen einen die Freunde beim Feierabendbier, ob man sich nicht digital vernetzen könne. Da dämmert auch dem bodenständigsten Mittelständler: „In diesem Web 2.0, da sollten wir auch irgendwie aktiv werden.“


Doch wo fängt man am besten an? Welche Funktionen und Möglichkeiten bieten die verschiedenen Web-2.0-Plattformen im Unternehmenseinsatz? ebigo.de stellt Ihnen die wichtigsten Dienste im Schnelldurchlauf vor.

Facebook - www.facebook.de
Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland haben inzwischen einen Facebook-Account. Damit ist der Dienst von Gründer Mark Zuckerberg nicht nur weltweit eines der größten Social Networks, sondern auch in Deutschland. Und das Beste: Unternehmen können mit diesen Mitgliedern völlig kostenlos in Kontakt treten. Alles was sie zunächst brauchen, ist eine so genannte „Fanpage“, also ein eigenes, kostenloses Profil der Firma oder Marke. Dieses kann zum einen außerhalb des Facebook-Mikrokosmos gesehen werden (beispielsweise nach dem Klick auf den entsprechenden Link in der Google-Suchergebnisseite) und erhöht so die Sichtbarkeit einer Firma im Web. Zum anderen können Facebook-Mitglieder mithilfe des „Gefällt-mir“-Buttons die Seite ihren Freunden weiterempfehlen. Ist eine Fanpage gut gemacht, profitiert sie im Idealfall auch von viralen Effekten. Und Unternehmen kommen in den direkten Austausch mit ihren Kunden. Allerdings: Unternehmen, die das Facebook-Experiment wagen, sollten dies nicht halbherzig tun. Denn die Mitglieder erwarten über die Plattform inzwischen einen ähnlich flotten und qualitativ hochwertigen Kundendienst wie beispielsweise über die Telefon-Hotline.

Twitter - http://twitter.com
In der Mediengunst hat Facebook Twitter zwar längst den Rang abgelaufen, doch das „Gezwitscher“ auf der Plattform selbst nimmt nicht ab. Auf dem Microblogging-Dienst haben Nutzer nur 120 Zeichen Platz, um ihre Botschaften unters Volk zu bringen. Mehr Infos gibt es per Kurzlink. Twitter-Nutzer können derartige Feeds abonnieren und so zu „Followern“ einer Marke oder eines Unternehmens werden. Sie können die „Tweets“ weiterempfehlen oder direkt Stellung dazu beziehen. Experten empfehlen Unternehmen, vor einem Twitter-Engagement zu prüfen, ob sich die Zielgruppe dort überhaupt bewegt. Durch die Möglichkeit, in Echtzeit Fragen zu stellen oder Kommentare zu hinterlassen, sind Dienste wie Twitter als Werkzeug für den Kundendienst aber geradezu prädestiniert.


Youtube - www.youtube.de
Beim größten Videoportal der Welt, Youtube, können sich Unternehmen mit einem eigenen Kanal präsentieren, der von anderen Nutzern abonniert werden kann. Das lohnt sich allerdings nur, wenn in einer Firma Videomaterial bereits vorhanden ist.

Flickr - www.flickr.de
Ihre Firma verfügt über interessantes Bildmaterial - beispielsweise alte Aufnahmen von Marken oder Produkten? Dann sollten Sie sich eine Präsenz beim Fotoportal Flickr überlegen. Ähnlich wie bei Facebook können Sie hier für wenig Geld (rund 25 Dollar pro Jahr für einen Profi-Account) so genannte Gruppen erstellen und dort historische Bilder oder aktuelle Aufnahmen von Veranstaltungen publizieren. Wer in Kommunikation mit der Zielgruppe treten will, kann diese um Mithilfe bitten - beispielsweise die schönsten Bilder zur Marke oder zum Produkt hochzuladen.

Unternehmens-Blogs
Für Unternehmen, die sich auf einem Fachgebiet als konkurrenzloser Experte präsentieren und darüber regelmäßig relevanten Content produzieren können, könnte ein Unternehmens-Blog das Mittel der Wahl sein. Hier können Sie ohne große Investitionen (Blogsoftware wird häufig kostenlos angeboten) einfach loslegen und schreiben. Aber Vorsicht: Blogs sind Zeitfresser. Sie sollten vorher überlegen, wer schreiben soll und über was. Und Sie sollten sich im Networking üben: Die Verknüpfung mit anderen, themenrelevanten Blogs ist erfolgsentscheidend.
Ihr Fünf-Mann-Betrieb mit eigenem Lexikoneintrag? Das Mitmach-Lexikon Wikipedia macht es möglich - allerdings auch nicht ohne Einschränkung. Aufgenommen werden in der Regel nämlich nur Firmen, die ein klares Alleinstellungsmerkmal haben, also beispielsweise Erfinder einer neuen Technologie sind. Trifft das zu, dürfen die Firmen sich auch selbst eintragen. Allerdings müssen sie auch damit leben, dass andere Leser den Eintrag editieren - und das ein oder andere vielleicht etwas kritischer kommentieren.

Egal für welche Social-Media-Dienste sich ein Unternehmen letztlich entscheidet, die Qualität des Content spielt die wichtigste Rolle. Hier gilt es, entsprechende Ressourcen freizuhalten. Denn sämtliche Aktivitäten müssen kontinuierlich vorangetrieben werden.


Bildquelle Social Media Prisma: ethority.de



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