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Product Lifecycle Management

PLM-Lösung im Mittelstand integriert CAD, Dokumentenmanagement und ERP


Product Lifecycle Management (PLM) erfordert die Bereitstellung von Daten und Dokumenten zum kompletten Produktspektrum eines Unternehmens für Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Entwicklung und Service. Dies erfordert nicht unbedingt die zentrale Wissensdatenbank. Durch die Integration von CAD, EDM/PDM, ERP und Dokumentenmanagement kann eine Infrastruktur aufgebaut werden, die es insbesondere dem Mittelstand möglich macht, den Anforderungen an umfassendes Informationsmanagement zu erfüllen. Firma Lehnhoff Hartstahl GmbH & Co. KG aus Baden-Baden hat diesen Weg erfolgreich beschritten.

In dem Unternehmen mit 160 Beschäftigten wurde 2002 ein vorhandenes 2D-CAD-System durch ein 3D-System ergänzt. Ein EDM/PDM-System verbindet die beiden CAD-Systeme und bildet überdies die Brücke zum 1997 eingeführten ERP-System infor:COM. Das im EDM/PDM-System enthaltene Dokumentenmanagement-System gehört ebenfalls zur IT-Installation bei der Firma Lehnhoff. Die Lösung verbindet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktentwicklung, der Konstruktion, der Arbeitsvorbereitung und der Fertigung sowie im Service und der Dokumentationsabteilung. Ebenfalls einbezogen ist der Vertrieb.

Lehnhoff Hartstahl stellt seit fast 50 Jahren Anbaugeräte für Baumaschinen her. Das Spektrum reicht von kleinen Löffeln für die Minibagger, wie sie im Gartenbau anzutreffen sind und endet bei Gefäßen für riesige Hydraulikbagger, Rad- und Kettenlader für den Betrieb in Steinbrüchen und im Tagebergbau. Diese Löffel könnten locker als Garage für einen Kleinwagen Verwendung finden. Das Know-how von Lehnhoff liegt nicht allein in den Gefäßen, sondern in der Aufhängung der Gefäße am Baggerstiel. Hierfür hat Lehnhoff Hartstahl eine zündende Idee in eine intelligente Systemlösung umgesetzt. Das System heißt Lehmatic und ermöglicht innerhalb von nur einer Minute, ein Anbaugerät durch ein anderes zu ersetzen. Das Besondere daran: Durch die Bindeglieder Schnellwechsler und Adapter wurde eine neue universelle Schnittstelle zwischen Bagger und Anbaugerät geschaffen, die es ermöglicht, Anbaugeräte an unterschiedlichen Baggerfabrikaten zu betreiben. Der Wechsel geht nicht nur schnell, er benötigt in der Regel auch nur einen Mann - den Baggerführer. Bei Baggern mit hydraulischen Schnellwechslern muss er dafür noch nicht einmal seine Kabine verlassen. Ein Wechsel ohne Lehnhoff-System kann bis zu mehreren Stunden dauern. Da auch im Bau „Zeit ist Geld“ gilt, sind die Schnellwechslersysteme aus Baden-Baden weltweit begehrt. Die hohe Qualität und Standfestigkeit der Produkte haben Lehnhoff Hartstahl zum Marktführer in den Segmenten Schnellwechsler und Grabgefäße gemacht.

Infobox
Anwender:
Lehnhoff Hartstahl GmbH & Co. KG

Lösung:
Einführung der PLM-Lösung PRO.FILE

Dienstleister:
PROCAD GmbH & Co. KG
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Die Vielfalt verwalten

Die Varianten bei den Schnellwechslern und bei den Tieflöffeln waren der Grund für die Einführung des 3D-CAD-Systems SolidWorks. Zur Zeit der reinen 2D Konstruktion wurden Varianten durch Kopieren von Zeichnungen erstellt, auf denen dann einzelne Maße und die Stücklisten abgeändert wurden. „Mittels SolidWorks können wir sicherstellen, dass in der Variantenkonstruktion wirklich alle Maße und variablen Parameter vollständig und konsistent angepasst sind.“ erklärt Rainer Schute, Maschinenbauingenieur und Projektleiter für das PLM-Projekt.

Die Multi-CAD-Integration des EDM/PDM-Systems war ein Muss bei der PDM-Auswahl. „Nicht zuletzt aus Wartungsgründen werden die ME10-Arbeitsplätze und ME10-Unterlagen noch einige Zeit gebraucht.“ argumentiert Rainer Schute. „Sie müssen deshalb mit demselben System verwaltet werden wie die 3D-Unterlagen, und wenn wir in der Zukunft noch ein weiteres CAD-System einsetzen sollten, wollen wir dieses ebenfalls in PRO.FILE integriert wissen.“ Ein beim Projektstart vorhandenes PDM-System, das die ME10-Zeichnungen verwaltet hatte, wurde deshalb abgelöst. Die vorhandenen Daten und Dokumente wurden nach PRO.FILE überführt.

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