Software-Fehlentscheidung kostet über 100.000 Euro
Bereits kurz nach der Unternehmensgründung wurde bei der Opticunion GmbH eine Softwarelösung zur Unterstützung der administrativen Geschäftsprozesse eingeführt. “Leider mussten wir schon bald erkennen, dass wir uns für das falsche Produkt entschieden hatten“, so der Geschäftsführer weiter. “So positiv unser Eindruck von Software und Hersteller in der Auswahlphase auch war, der Arbeitsalltag gestaltete sich von Beginn an absolut enttäuschend.“ Das Hauptproblem: Es war praktisch unmöglich, mit der Software das große Datenvolumen zufriedenstellend zu bewältigen: Aufträge konnten aufgrund fehlerhafter Daten nicht analysiert werden, falsche Bestellungen häuften sich, Koordination und Transparenz in der Verkaufsabwicklung gingen verloren - ein Lösungsangebot des Systemherstellers war nicht in Sicht, auf dem Schaden von über 100.000 Euro blieb die Opticunion sitzen. Die Verantwortlichen sahen sich daher gezwungen, dieses System schnell wieder abzulösen.
Eine Branchen-Lösung gesucht …
Aufgrund der Erfahrungen war bei der Opticunion vor Beginn der zweiten Auswahlphase natürlich klar, was genau gesucht wurde und was eben nicht - der konkrete Bedarf wurde in einem Pflichtenheft exakt definiert, bei der Suche nach der passenden Software lag der Fokus zunächst bei den Herstellern von branchenspezifischen Lösungen. Diese rein auf die Anforderungen der Optikerbranche zugeschnittenen Spezialsysteme konnten damals allerdings nicht umfassend überzeugen - was der Geschäftsführer jedoch nicht unbedingt in deren Branchenfunktionalität begründet sieht, sondern darin, “dass unser Unternehmen organisatorisch eher in den Industriebereich einzustufen ist.“ Und für die Opticunion typische Anforderungen wie die EDV-mäßige Abbildung des Gebietsschutzes oder die Abwicklung von bis zu 150 Servicekontakten täglich konnten die ausschließlich auf den Optikerbedarf zugeschnittenen Branchenlösungen nicht oder nur mit hohem Aufwand über individuelle Anpassungen bieten.