21,5 Prozent aller deutschsprachigen Internet-Nutzer haben das Gratis-Office-Programm „OpenOffice“ auf ihren Computern installiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Webmasterpro, die mit einer völlig neuen Methodik vollautomatisch die bei mehr als einer Million Internet-Nutzern installierten Office-Programme ermittelte. Damit hat die kommerzielle Konkurrenz Microsoft Office mit einer Verbreitung von 72 Prozent zwar noch einen massiven Vorsprung, doch der Herausforderer holt auf: Gegenüber dem Jahr 2009 stieg die Verbreitung um drei Prozent, so die Studienautoren. Nimmt man ein lineares Wachstum an, dann dürfte der deutsche Nutzeranteil von OpenOffice gegen Ende des laufenden Jahres 24,5 Prozent betragen. Experten gehen sogar von noch höheren Zahlen aus.
Und das, obwohl niederländische Analysten der Software Improvement Group in einer Anfang Januar 2010 durchgeführten unabhängigen Studie der Bürosoftware nur eine „mittelmäßige Qualität“ bescheinigten. Doch trotz „viel Raum für Verbesserungen“, so die Studienautoren, sei OpenOffice „immer noch konkurrenzfähig mit proprietären Produkten.“ Eine Gefahr sieht die Software Improvement Group allerdings in der potenziellen Übernahme von Sun durch Oracle. „Falls die Übernahme zustande kommt, was noch nicht endgültig sicher ist, sieht SIG es als Risiko an, dass Oracle die Entwicklung nicht mehr so unterstützt, wie Sun es bisher getan hat“, warnen die Analysten.